Mit Käthe Kollwitz, Sophie Wolff, Milly Steger, Marg Moll, Tina Haim-Wentscher, Renée Sintenis, Christa Winsloe, Emy Roeder, Jenny Wiegmann-Mucchi und Louise Stomps formierte sich eine erste Generation von freischaffenden Bildhauerinnen in Deutschland, die von ihrer Kunst leben konnten und auch Anerkennung bei Kunstkritik und Publikum fanden. Die zehn in der Ausstellung präsentierten Künstlerinnen wirkten in Berlin und waren teils eng mit der Kunstszene der Weimarer Republik verwoben. In den rund 100 Werken zeigt sich ihr hohes schöpferisches Potential. Von Beginn an suchten sie eigenständige künstlerische Wege, die sich nicht auf vermeintlich weibliche Themen reduzieren lassen. Dennoch hatten die Künstlerinnen, gerade im körperbetont-schweren Medium der Skulptur, immer wieder mit Vorurteilen und tradierten Rollenmodellen zu kämpfen. Sie mussten sich zudem aufgrund der schlechten Ausbildungssituation für Frauen, die noch keinen Zugang zu den Kunstakademien hatten, eigene Wege und Lebenslinien erarbeiten. Die Ausstellung im Georg Kolbe Museum ermöglicht die Vertiefung und Wiederentdeckung ihrer Werke und Biografien.

Zur Ausstellung entsteht in Kooperation mit der Sammlung Karl H. Knauf in Berlin ein Katalog, der im April erscheint. Die Texte (u.a. von Anita Beloubek-Hammer und Ursel Berger) werden in Kürze zum Download bereitstehen.


18.02. - 17.06.2018

DIE ERSTE GENERATION. Bildhauerinnen der Berliner Moderne

Georg Kolbe Museum

Sensburger Allee 25
14055 Berlin