Das Haus am Lützowplatz zeigt die erste Berliner institutionelle Einzelausstellung des Malers Eckart Hahn (*1971).

Eckart Hahns Werke strahlen trotz ihrer schwer zu enträtselnden Ab- und Hintergründigkeit eine geheimnisvolle Ruhe und Gelassenheit aus. Nichts erscheint in ihnen zufällig oder willkürlich. Es ist eine durchkomponierte und vom Künstler in allen Teilen beherrschte Bildwelt. Auf der Basis einer hohen handwerklichen Präzision werden die Motive in voller Ernsthaftigkeit und Detailgenauigkeit präsentiert. Eckart Hahn ist ein Virtuose in der Darstellung von Stofflichkeiten, verbunden mit einer subtilen Lichtführung, die den stumpfen und eher nüchternen Eigenschaften der Acrylfarbe bemerkenswerten Glanz abringt. Die Kompositionen sind meistens bühnenartig angelegt. Diese Bildform ermöglicht eine private, ja intime Begegnung mit den Motiven, die sich wegen ihrer Fremdartigkeit einem leichten Zugriff verwehren. Eckart Hahns Szenen gehorchen der Logik eines Kammerspiels, bei dem sich die Wirkung von neuartigen Dingkombinationen wie in einem stillen Drama entfaltet und dabei der Welt des Traums nahekommt, ohne jedoch surreal zu wirken.

Zur Ausstellung, die im Anschluss noch in der Neuen Galerie Gladbeck (14.4.-15.6. 2018) und im Museum Villa Roth in Burgrieden (25.6.-3.10.2018) gezeigt wird, erscheint bei Distanz ein Katalogbuch: ECKART HAHN. DER SCHWARZE HUND TRÄGT BUNT. Herausgegeben von Cai Wagner. Neben Beiträgen von Wolfgang Ullrich und Marco Hompes über das Werk Eckart Hahns vereint die Publikation insgesamt 55 Reflexionen zu einzelnen Bildern des Künstlers. Diese Texte wurden von Künstlerinnern und Künstler ganz unterschiedlicher Disziplinen verfasst, zu denen u.a. Judith Hermann, Charly Hübner, Silke Burmester, Mieze Katz, Yves Netzhammer, Roman Signer, Manfred Peckl, Katja Riemann oder Gerhard Polt zählen.