Schon seit acht Jahren bietet das Institut für Stadtgeschichte Frankfurter Künstlern die Möglichkeit, ihre Werke in musealem Rahmen öffentlich zu präsentieren. Bis 17. Februar 2019 ist nun Hans Jürgen Diez in den Foyers des Karmeliterklosters mit einer repräsentativen Aus- wahl seines Schaffens der Jahre 1989 bis 2015 vertreten.

Hans Jürgen Diez zeigt in seiner Malerei eine grundsätzliche Prozessualität. Seine Werke sind das Ergebnis größter Kontemplation, wobei der Arbeitsprozess in absoluter Ruhe und innerer Ausgeglichenheit abläuft. Die Transparenz und Leuchtkraft dieser Bilder erweckt verlorene Transzendenz.

Seine informelle Malweise impliziert einen langwierigen Prozess, eine sukzessive Ablage- rung und Schichtung von Farbebenen, wobei er auf Pinsel gänzlich verzichtet. Es dominiert die Strukturierung des Bildes und der Farbe. Seit Ende der 1980er Jahre setzt er in seinen großformatigen Fließ- und Schichtbildern und ab 2000 in seinen späteren Gieß- und Schichtbildern anstelle der Form eine offene Farbstruktur.

Galerien aus Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden, Eltville, München, Kassel und Miltenberg haben die Arbeiten dieses Meisterschülers der Städelschule ausgestellt und sie auf internationalen Kunstmessen präsentiert.

An den Samstagen 14. April, 16. Juni, 18. August, 20. Oktober und 15. Dezember 2018 sowie am 19. Januar 2019, jeweils 15 Uhr, führt die Kuratorin und Kunstwissenschaftlerin Brigitta Amalia Gonser durch die Ausstellung. Die Teilnahme kostet 6 €, ermäßigt 3 €.