Georg Baselitz entdeckte bereits 1964 die Druckgrafik für sich, und aus dieser Frühzeit stammt auch die Titel gebende Radierung Heulende Hunde (1964). Von Anfang an erwies sich Baselitz als ebenso exzellenter wie experimentierfreudiger Grafiker. Er testete die technischen und gestalterischen Möglichkeiten der Druckgrafik konsequent aus und wurde zum Wegbereiter einer Renaissance des Holzschnitts in den 1980er Jahren. 

Häufig im Rückgriff auf Motive seiner Zeichnungen und Gemälde entsteht ein enorm vielfältiges und eigenständiges druckgrafisches Œuvre. Dabei hielt Baselitz immer die Grenzen zwischen den verschiedenen druckgrafischen Verfahren offen und reflektierte die spezifischen Bedingungen des Mediums. 

"Mein Hauptanliegen ist, daß, wenn sich in meiner Arbeit an Bildern und Skulpturen 
und Zeichnungen etwas verändert hat oder wenn sich eine neue Idee ergeben hat, 
ich diese benutze und in einer grafischen Technik ausführe als Korrektur 
oder als Verdeutlichung, als Ausrufezeichen. "(Georg Baselitz 1989)


Mit der Übersetzung in die Grafik unterzog Baselitz seine Bildideen einer Probe. Um sie in der für die Druckgrafik nötigen Einfachheit auszuführen, musste er zum Kern einer bildnerischen Idee vordringen. So konnte er sehen, wie weit jene Werke „nicht nur zufällig“, sondern „so demonstrativ sind, daß man sie übertragen kann“ (Baselitz 1989).

Das Museum Morsbroich verfügt über eine der umfangreichsten Sammlungen an Druckgrafik von Georg Baselitz. Für die Ausstellung werden die herausragenden Eigenbestände der 1960er bis 1990er Jahre ergänzt durch eine zusammen mit Georg Baselitz getroffene Auswahl von Werken aus der jüngeren und aktuellen Druckgrafik-Produktion.


Öffnungszeiten:
Donnerstag: 11:00 - 21:00 Uhr (außer feiertags, dann nur bis 17 Uhr)
Dienstag, Mittwoch, Freitag bis Sonntag: 11:00 - 17:00 Uhr 

Weitere Informationen direkt unter: museum-morsbroich.de