Mit der Ausstellung „Emil Nolde. Farbenzauber“ zeigen die Städtischen Museen in der Kunsthalle Vogelmann Werke eines der wichtigsten Künstler des frühen 20. Jahrhunderts. Die Präsentation widmet sich ausschließlich dem Medium Papier im Schaffen Noldes. Die teils kraftvollen, teils zarten wie (licht)empfindlichen Blätter sind vergleichsweise selten ausgestellt. Aufgrund ihrer zumeist spontanen Entstehung sehen die Besucher in ihnen den Künstler unmittelbar und damit authentisch, wie es seine Künstlerkollegen der „Brücke“ einst forderten.

Die Ausstellung ist retrospektiv angelegt und spannt einen Bogen von bislang kaum gezeigten Arbeiten der Schweizer Jahre über Noldes legendäre, in Cospeda bei Jena geschaffene Aquarelle bis hin zu Werken, die auf seinen zahlreichen Reisen entstanden. Selbstverständlich fehlen weder die Meisterwerke mit Darstellungen des Meeres und der norddeutschen Küstenlandschaft noch die sogenannten „Ungemalten Bilder“ der späten 1930er und 1940er Jahre.

In Kooperation mit der Nolde Stiftung Seebüll wurde die Ausstellung mit 80 Werken aller Schaffensphasen und Lebenssituationen eigens für die Kunsthalle Vogelmann zusammengestellt und wird im Anschluss im Museum Behnhaus Drägerhaus in Lübeck gezeigt. In Heilbronn setzt sie die Reihe der Ausstellungen zur Klassischen Moderne fort und knüpft an die Schau „Reiner Ausdruck“ mit Werken von Karl Schmidt-Rottluff (2015/16) an.