Mit der außergewöhnlichen Ausstellung "Die DUCKOMENTA – Weltgeschichte neu ENTdeckt" widmet sich das Stadtmuseum Oldenburg – erstmals im Nordwesten – einer faszinierenden, wenn auch bislang unbekannten Zivilisation: den Anatiden. In amüsanter Weise hat sich diese Entensippe in berühmte Kunstwerke der Kulturgeschichte geschlichen, so dass ein ganzes Entenuniversum parallel zur Menschheitsgeschichte entstanden ist. Die DUCKOMENTA wird am Sonntag, 18. März, um 11 Uhr eröffnet und ist bis zum 30. September in Oldenburg zu sehen.

Im einmaligen Rahmen der historischen Villen des Stadtmuseums werden rund 180 wichtige Meisterwerke der vergangenen drei Jahrtausende in einer unterhaltsamen, aber ebenso künstlerisch anspruchsvollen Neuinterpretation präsentiert und halten dem Ernst der großen Geschichte für einen Moment ein Augenzwinkern entgegen. Die Exponate reichen von der Antike über die Renaissance, die Zeit des Barocks und des Rokokos sowie den Klassizismus bis hin zur Moderne und bieten spannende Einblicke in den rätselhaften Entenkosmos: Zu sehen sind zentrale Bildikonen der Kunst- und Kulturgeschichte, von der Mona Lisa, über den Mann mit dem Goldhelm und Goethe in der Campagna bis hin zu Che Duckevara. Erstmals im Rahmen der DUCKOMENTA gezeigt wird ein bislang unbekanntes Porträt des Grafen Anton Bürzler, das nach Ende der Ausstellung in der Sammlung des Stadtmuseums verbleibt. "Zentrale Werke der historischen Villen werden auch während der Laufzeit der DUCKOMENTA zu sehen sein, sodass der besondere Reiz der Oldenburger Ausstellung im überraschenden Zusammenspiel von Alt und Neu liegt", sagt Stadtmuseumsleiter Dr. Andreas von Seggern.

Hinter der amüsanten Umdeutung unserer Weltgeschichte steht die interDuck, ein Zusammenschluss von Künstlerinnen und Künstlern in Berlin, die sowohl gegenständlich-traditionelle Malweisen, die Kunst der Zeichnung und traditionelle druckgraphische Techniken, aber auch die Abstraktion sowie andere zeitgenössische Ausdrucksweisen beherrschen. Bei den von interDuck geschaffenen Bildern handelt sich nicht um schlichte Computermanipulationen, sondern um reale Malerei, Graphik und Skulptur.

Die Idee für das Entenuniversum entstand 1982, in einem Seminar der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig: In diesem Jahr traf Prof. Dr. Eckhart Bauer die ersten aus der Gruppe, damals Studierende der Hochschule, um spielerisch mit Mitteln der Kunst etwas ganz Besonderes zu erkunden. Alle waren überrascht vom Ausmaß der "Ver-Entung der Welt", von der kulturellen Besitznahme durch Enten in Alltag und Kunst.

Seit 1986 ist die Wanderausstellung DUCKOMENTA in vielen Kunstmuseen in ganz Europa zu Gast gewesen und hat inzwischen mehr als 2 Millionen Besucherinnen und Besuchern die Welt der Enten nahegebracht.

Parallel zur Oldenburger DUCKOMENTA zeigt das Ostfriesische Landesmuseum in Emden vom 25. März bis zum 30. September unter dem Titel "Emden wird gENTErt" weitere Meisterwerke der Berliner Künstlergruppe.

Heute besteht interDuck aus folgenden aktiven Mitgliedern: Prof. Dr. Eckhart Bauer, Anke Doepner, Prof. Volker Schönwart, Rüdiger Stanko und Ommo Wille. Die Künstlerinnen und Künstler werden bei der Ausstellungseröffnung anwesend sein und ihre Kataloge signieren.

Leonardo da Vinci - Mona Lisa, Öl auf Leinwand © interDuck
18.03. - 30.09.2018

Die DUCKOMENTA – Weltgeschichte neu ENTdeckt

Stadtmuseum Oldenburg

Am Stadtmuseum 4 - 8
26121 Oldenburg