"Wenn einer malt, wenn einer schreibt, ist es kein Wunder, wenn was bleibt." Dieser Ausspruch Burgharts gilt ganz besonders für ihn selbst. Es gibt kaum einen Künstler, der sich mit seinem Schaffen derart in das visuelle Gedächtnis der Stadt eingeschrieben hat, wie es Burghart mit seinen farbkräftigen, der Pop Art nahestehenden Werken tat. Sein Entwurf des Dürer-Hasen von 1971 oder das Vogel-Signet zum jährlichen Klassik Open Air sind in Nürnberg allgemein bekannte Motive.

Burgharts künstlerische Entwicklung begann 1942 mit seiner Ausbildung zum Farblithografen in Nürnberg, der 1947 ein Studium an der heutigen Technischen Hochschule in Nürnberg folgte. Im Anschluss schrieb sich Burghart 1952 an der Akademie der Bildenden Künste an ihrem damaligen Sitz in Ellingen ein. Als Schüler von Hermann Wilhelm (1897 – 1970), der seiner Malklasse die gesamte Bandbreite zeitgenössischer Malerei vermittelte, war es Burghart möglich, bereits früh eine eigenständige künstlerische Position einzunehmen. Parallel zu der dem Studium folgenden Tätigkeit als Gebrauchsgrafiker entwickelte sich Burghart in seinem künstlerischen Œuvre zu einem fränkischen Vertreter der Pop Art, der mit viel Bildwitz den Blick auf alltägliche Dinge und Situationen lenkte.

Der Szenenwechsel legt den Schwerpunkt auf die Bildwelten des Künstlers und ihre thematische wie formale Verschränkung miteinander. Dabei zeigt sich der Facettenreichtum Burgharts auch in seiner medialen Vielfalt. Ausgestellt sind rund 25 Werke, darunter Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafik und ab 1980 entstandene Künstlerbücher. Innerhalb des Szenenwechsels wird auch der jüngste Neuzugang zur Sammlung der Kunstvilla präsentiert. Das Ehepaar Madi und Peter Schmid hat dem Museum vor kurzem knapp 40 Burghart-Arbeiten gestiftet, darunter neben charakteristischen Grafiken auch kaum bekannte Motive. Ergänzt wird der Szenenwechsel durch Leihgaben aus der Original Hersbrucker Bücherwerkstätte, mit der Burghart eng zusammenarbeitete, ebenso wie durch Grafiken aus der Werkstatt von Rainer Michely, bei dem der Künstler seine Siebdrucke fertigte.