Strategien der Produktwerbung sind das Thema der Studioausstellung "Warenzauber" mit historischen Plakaten und Werbefilme in der Sammlung zum 20. Jahrhundert. Die dort gezeigten 29 exemplarisch ausgewählten Plakate entstanden zwischen den 1890er und den 1960er Jahren und spannen einen Bogen von der Gründerzeit bis weit in die Nachkriegszeit. In einem zweiten Ausstellungsraum sind ergänzend drei Werbefilme des Regisseurs und Pioniers der Werbefilmindustrie Julius Pinschewer von 1912 zu sehen.

Faszinierend ist zum einen die Tricktechnik, die in den kurzen Werbeclips eingesetzt wurde. Frauen in Revue-Kostümen tanzen en miniature auf dem Rand eines Sektglases, Flaschen mit Würzsoße scheinen zum Leben erweckt und drehen sich im Takt. Daneben sind Plakate für Getränke und Lebensmittel, aber auch welche für Wasch- und Spülmittel, Hygieneartikel oder Autoreifen ausgestellt. Darstellungen von Personen überwiegen, viele blicken –und sprechen damit – den Betrachter unmittelbar an.

Welche Muster sich über Jahrzehnte bewährten und welche sich mit der Zeit änderten, wird anhand der Beispiele deutlich: Personen als Werbeträger und Vermittler zwischen Produkt und potenziellem Kunden gehören zu den beliebten Plakatmotiven und bewähren sich seit Jahrzehnten. Eine Werbung aus den 1960er Jahren, die Bier als das ideale Getränk "für die Arbeitspause"anpreist, irritiert dagegen heute.

Die Studioausstellung ist Teil einer Reihe, die in loser Folge thematisch sortierte Beispielgruppen aus der "Nürnberger Plakatsammlung" vorstellt, diedas Germanische Nationalmuseum 2002 vom GfK Verein (Verein der Gesellschaft für Konsumforschung) und der Nürnberger Akademie für Absatzwirtschaft als Dauerleihgabe erhielt.


Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag: 10:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch: 10:00 - 20:00 Uhr
Montag: geschlossen

Weitere Informationen direkt unter: gnm.de