In ihren raumgreifenden Installationen stellt Laura Schawelka Fotografie, Video und Skulptur in einen vielschichtigen  Dialog, bei dem traditionelle Zuordnungen wie Motiv, Bildinhalt oder Bildträger befragt werden. Heute kann jede erdenkbare Fläche Bildträger sein. Pixel lassen sich in – und auf – jede reale oder virtuelle Form bringen. In Schawelkas Arbeiten werden Bilder überlebensgroß oder miniaturisiert, sie werden zu Hintergründen oder mit Requisiten ausgestattet. Dies führt zu einem Auseinanderfallen von dargestelltem Objekt und Darstellungsobjekt. So wird nicht nur die Objektivität der Fotografie, sondern auch die Neutralität des Ausstellungsraums als eine Fiktion entlarvt.
Laura Schawelka (geboren 1988 in München) studierte an der Städelschule in Frankfurt am Main und schloss dort 2013 mit dem Meisterschüler bei Prof. Tobias Rehberger ab. 2015 erhielt sie den Master of Fine Arts am California Institute of the Arts in Los Angeles.  2017 zog sie als Atelierstipendiatin der Hessischen Kulturstiftung nach Paris. 
Kuratorin: Astrid Ihle