Bäume aufgestellt in militärischer Formation, ein Binärcode aus Serviettenringen oder sprechende Blumenbouquets: Die Skulpturen und Installationen von Maria Loboda sind rätselhaft und voller Geheimnisse. Erst auf den zweiten Blick erschließen sich ihre verschlüsselten Botschaften. Die Künstlerin überträgt mit ihren Readymade-Objekten und Installationen im Raum längst vergangenes Wissen in die unmittelbare Gegenwart. Einer Archäologin gleich gräbt sie dafür in der Kulturgeschichte, befasst sich mit archaischen Vorstellungen und vermeintlichen Wahrheiten zur Ordnung der Welt. Für die Schirn Kunsthalle Frankfurt wird Loboda neue Arbeiten entwickeln und in der frei zugänglichen Rotunde präsentieren. Dabei wird sie in ihrem künstlerischen Ansatz dem Antagonismus zwischen Form und Inhalt folgen: Mit schlichter Ästhetik und Sparsamkeit der Mittel verstärkt die Künstlerin die poetische Wirkung ihrer Skulpturen und Rauminstallationen. Maria Loboda (*1979 in Krakau) lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte von 2003 bis 2008 bei Mark Leckey an der Städelschule in Frankfurt am Main. Ihre Arbeiten wurden bereits weltweit in Gruppen- und Einzelausstellungen präsentiert, u. a. in der Kunsthalle Basel, im IAC – Institut d’artcontemporain in Villeurbanne, in The Power Plant in Toronto, in den Kunstvereinen Braunschweig und Bielefeld sowie im Museo Reina Sofia, Madrid. Darüber hinaus nahm Loboda an derdocumenta 13 teil.