Christian Schellenbergers (*1980) bevorzugte Ateliersituationen sind beengte Zugabteils und hohe Fahrtgeschwindigkeiten – erschwerte Bedingungen für die zeitgenössische Kunst. Die erste Museumsausstellung des Künstlers, der an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Peter Piller und Katrin von Maltzahn studiert hat, konzentriert sich auf 54 Tuschezeichnungen, die zwischen 2014 und 2017 auf mehreren Zugfahrten zwischen Berlin und Peking entstanden sind. Den statischen Gegenpol bildet eine raumbezogene Wandzeichnung, die Schellenberger eigens für die Ausstellung realisiert hat.