Für die Reihe der HaL-Hofskulpturern, die 2016 begonnen wurde, hat das Künstlerduo  Janine Eggert und Philipp Ricklefs eine Gruppe von drei Skulpturen konzipiert, die das Prinzip der sogenannten Wackeltiere oder Federwipper, wie man sie von Spielplätzen kennt, aufgreift. Dabei nehmen sie drei aus der Kunstgeschichte bekannte geometrische Körper auf, die in der zeitgenössischen Kunst der letzten zwanzig Jahre immer wieder zitiert, recycelt und somit unerträglich gemacht wurden: Eine geodätische Kuppel nach Buckminster Fuller, ein abgestumpfter Rhomboeder (Melencolia I Stein nach Albrecht Dürer) und ein Fragment der Endlosen Säule von Constantin Brâncu?i, wobei diese auf die Seite gelegt und als Wippe verwendet werden wird.

Unter dem Titel „Riding Giants“ sind die Skulpturen auf das Maß von Erwachsenen angepasst. Die „Wackeltiere“ sollen ausdrücklich benutzt werden. Mit der Aufstellung dieses kleinen „Spielplatzes“ wollen Eggert / Ricklefs eine andere, relative Umwelt zur Verfügung stellen. Klassiker der Moderne werden zu Spaß bringenden Spielgeräten. Die Betrachter sind eingeladen, Teil der Arbeit zu werden, sie sowohl physisch als auch intellektuell zu erleben.

„Die drei gewählten Formen sind für uns ambivalenter Natur. Aufgrund unseres Interesses an Architektur und Geometrie sind sie als Formen und Ikonen faszinierend und bedeutsam für uns. Als andauernde Wiedergänger in zeitgenössischen Werken sind sie zu „Grabbelkisten“ im Referenzsystem Kunst geworden, von denen man besser die Finger lässt.“
(Eggert / Ricklefs)