Die Ausstellung „Halb Frau, halb Künstlerin...“ wartet mit zwei zu Unrecht vergessenen Malerinnen auf: Käte Schaller-Härlin und Mathilde Vollmoeller-Purrmann. In der Kunsthalle Vogelmann wird eine repräsentative Werkauswahl dieser für ihre Generation wegweisenden Künstlerinnen gezeigt. Ihre Lebensläufe stehen exemplarisch für Frauen, die sich in dem von Männern geprägten Kunstbetrieb gegen gesellschaftliche Vorurteile und den Konflikt, Beruf und Familie gerecht zu werden, behaupten mussten.

Das Talent und der Anspruch der beiden Künstlerinnen führt sie unter anderem nach Paris, an die private Malakademie von Henri Matisse, wo sie sich vermutlich 1909/10 auch begegnet sind. Ein weiteres Mal kreuzen sich ihre Wege 1914 in einer Ausstellung des Stuttgarter Kunsthauses Schaller, in der Gemälde beider Frauen zu sehen sind. Mathilde Vollmoeller-Purrmanns (1876–1943) Ölmalerei kommt nach der Geburt des zweiten Kindes früh zum Erliegen und sie widmet sich fortan der Aquarellmalerei. Käte Schaller-Härlin (1877–1973) macht sich als Porträtistin einen Namen und ernährt so nach dem frühen Tod ihres Mannes Hans Otto Schaller die Familie. Ihre Porträts zeigen neben Mitgliedern der Familie Heuss auch Repräsentanten der Heilbronner Bürgerschaft.

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Purrmann-Haus Speyer und der Schaller-Härlin Expertin Dr. Carla Heussler. Bedeutende Leihgaben stammen aus der Staatsgalerie Stuttgart, dem Kunstmuseum Stuttgart, dem Purrmann-Haus in Speyer sowie aus privaten Familienarchiven.

Käte Schaller-Härlin, Porträt Hedwig Heuss, 1924, Privatbesitz, Foto: Roland Sigwart
07.07. - 21.10.2018

Käte Schaller-Härlin und Mathilde Vollmoeller-Purrmann: Halb Frau, halb Künstlerin...

Kunsthalle Vogelmann

Allee 28
74072 Heilbronn