1968, im Jahr der Studentenrevolte, wurde die Ulmer Hochschule für Gestaltung (HfG) geschlossen. Ein ehrgeiziges Bildungsprojekt der jungen Bundesrepublik fand damit sein Ende.

In den 1950er und 1960er Jahren hatte sich die Stadt Ulm zu einem Brennpunkt des politisch-kulturellen Lebens in der jungen Bundesrepublik entwickelt ? nicht zuletzt wegen ihrer modernen Gestalterhochschule und den Impulsen, die von dort

ausgingen. Die HfG-Mitglieder hatten versucht, die Moderne in eine feste – eine gut gestaltete – Form zu gießen. Sie wollten eine neue Welt schaffen, mit sozialer Gerechtigkeit und guten Lebensbedingungen in einer gut gestalteten Umwelt für alle.

Im Jahr 1968 wurde die junge Bundesrepublik nicht nur von den Studentenunruhen erschüttert. Zum ersten Mal seit Beginn des Wirtschaftswunders stagnierte auch die wirtschaftliche Entwicklung. Gleichzeitig begann eine Diskussion über die Rolle des Industrie-Design in der modernen Überflussgesellschaft.

Diese Diskussion dauert bis heute an ? und fand auch in der HfG noch ihren ersten Niederschlag, bevor die Schule geschlossen wurde. Fünfzig Jahre danach nimmt sich die Ausstellung den Geschehnissen auf und um den Ulmer Kuhberg an.


Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag : 11:00 - 17:00 Uhr
Donnerstag : 11:00 - 20:00 Uhr
Montag: geschlossen

Weitere Informationen direkt unter: museumulm.de

Pressefoto, Mai 1968, Studenten und Dozenten der HfG demonstrieren vor dem Stuttgarter Landtag für den Erhalt der HfG, Foto Herbert Kapitzki, HfG-Archiv Ulm
14.07. - 04.11.2018

Wir demonstrieren! [linksbündig bis zum schluss] Hochschule für Gestaltung Ulm 1968

HfG-Archiv I Museum Ulm

Am Hochsträss 8
89073 Ulm