Der Maler und Zeichner Walter Ophey (1882–1930) war zu seinen Lebzeiten weit über das Rheinland hinaus bekannt. Durch seinen frühen Tod geriet sein Werk nach dem Zweiten Weltkrieg zu Unrecht in Vergessenheit. 1954 erwarb der Kunstpalast den künstlerischen Nachlass. Das Museum besitzt heute mit 170 Gemälden und über 3.000 Arbeiten auf Papier die umfangreichste Sammlung von Werken Walter Opheys. Als erste große Über­blicksausstellung seit 1991 zeigt der Kunstpalast über 120 Werke – Gemälde, Arbeiten auf Papier sowie Glasmalerei –, darunter 40 Leihgaben aus Museen und Privatsamm-lungen.

Opheys große Experimentierfreude und sein feines Gespür für Farben spiegeln sich in seinem variantenreichen Œuvre wider. Eindrücke aus Kunst, Natur oder von Reisen wirkten sich stets auf seine Palette und Pinselschrift aus. Einen einzigartigen Stil schuf Ophey mit seinen farbigen Kreidezeichnungen. In klarer Einfachheit beschränken sie sich auf hellem Bildgrund auf die Wiedergabe von farbig-vibrierenden Konturlinien, die durch zarte Auswischungen die Gegenstände strahlen lassen. 

Zur Ausstellung erscheint im Wienand Verlag ein Katalog mit ca. 200 Seiten, 180 Abbil­dungen und Texten von Daniel Cremer, Kay Heymer, Felix Krämer, Hans Lühdorf, Gunda Luyken und Walter Ophey.