Das photographische Portrait historischer und aktueller Referenz steht im Mittelpunkt der drei Einzelausstellungen, die ab dem 7. September 2018 in der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur zu sehen sein werden. Während August Sander (1876–1964) und Hugo Erfurth (1874–1948) der gleichen Generation angehören, sich in ihrer photographischen Bildsprache und Ausdrucksweise aber stark voneinander absetzen, zählt der Italiener Francesco Neri (*1982) zu jenen Zeitgenossen, die mit analoger Technik dem seriell-vergleichenden Ansatz nachgehen. 

Dem ersten Gewinner des August-Sander-Preises 2018 Francesco Neri und seiner prämierten Serie „Farmers“ ist eine Kabinettausstellung gewidmet. 2009 hat Neri begonnen, sich mit der ländlich-bäuerlichen Welt seiner Heimatregion photographisch auseinander zu setzen, bevorzugt im Bereich des Portraits. Entstanden sind einfühlsame Bildnisse von Bäuerinnen und Bauern, die er in deren Wohn- und Arbeitsumfeld photographiert hat. Zumeist sind die Aufnahmen im Freien entstanden, vor dem Hintergrund eines Gartens oder Feldes, bisweilen ist ein Haus oder Hof zu erkennen. Was die Motive verbindet, sind Verweise auf aktive Tätigkeiten, etwa in Form von ins Bild einbezogene Gerätschaften, auch Kleidung und Körperhaltung der Dargestellten zeugen davon. Francesco Neri hat die Einzelpersonen zentral ins Bild gesetzt, die Lichtführung umfängt die konzentrierte Atmosphäre. Die Präsentation umfasst rund 70 Aufnahmen, erstmals werden die „Farmers“ in diesem Umfang gezeigt. Ein großer Teil der mit analoger Großbildtechnik aufgenommenen und als Kontakte ausgearbeiteten Bilder ist in Farbe gehalten, hinzukommen ausgewählte Motive in Schwarz-Weiß. 

Francesco Neri: Stupinigi, 2018, aus der Serie „Farmers“; © Francesco Neri
07.09.2018 - 27.01.2019

August-Sander-Preis 2018: Francesco Neri: Farmers – Photographien 2009–2018

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur

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