Im Herbst beginnt das Ausstellungsprogramm des Kunstpalasts mit einer Präsentation großformatiger Skulpturen des englischen Bildhauers Anthony Cragg (*1949). Seit langer Zeit wird erstmals wieder der Außenbereich des Ehrenhofs bespielt. Die Besucher erwarten bis zu 6,50 Meter hohe Skulpturen, in denen sich Illusionismus und statuarische Monumentalität auf einzigartige Weise mischen. Eine Kabinettausstellung im Kunstpalast widmet sich Craggs Arbeiten auf Papier.

„Mit der Präsentation im Ehrenhof geben wir diesen einmaligen städtischen Raum als großartige Bühne für Skulpturen-Ausstellungen und temporären Installationen frei. Ich freue mich besonders, dass wir Anthony Cragg dafür gewinnen konnten, den Auftakt zu machen.“, betont Felix Krämer, Generaldirektor Kunstpalast.

Craggs Werk spiegelt eine große Vielfalt an Materialien und Formen wider. Sein künstleri- sches Verfahren ist ebenso ungewöhnlich wie unmittelbar. Er geht nicht vom Modellieren aus, sondern vom Zusammenstellen bereits existierender, oft gefundener Formen. Aus einfachen Bestandteilen wie runden oder ovalen Scheiben erschafft Cragg in einer unver- wechselbaren Formensprache Skulpturen, die zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit oszillieren. Blieben in seinen frühen Skulpturen die Ausgangsmaterialien sichtbar, so zeigen die –aktuellen, in Bronze, Fiberglas und Edelstahl ausgeführten bildhauerischen Arbeiten im Ehrenhof keinen Hinweis auf die Ursprungsformen.

„Die großformatigen Skulpturen von Anthony Cragg faszinieren durch ihr Wechselspiel zwischen dem sinnlichen Reiz ihrer makellosen Oberflächen und ihrer rationalen, genau geplanten konzeptuellen Basis“, erläutert Kay Heymer, Leiter Moderne Kunst, Kunst- palast.

Kuratiert wird die Ausstellung gemeinsam von Anthony Cragg und Kay Heymer, Leiter Moderne Kunst, Kunstpalast.