Ekstasen sind so alt wie die Menschheit. Die Ausstellung EKSTASE spürt dem Zustand des Außer-sich- Seins in seiner kunsthistorischen und der damit verbundenen kulturellen Bedeutungsgeschichte nach und nimmt dabei zentrale Themenbereiche in den Blick.

Kunstwerke von der Antike bis in die Gegenwart führen so verschiedene Facetten wie den dionysischen Kult, die religiöse Verzückung, das orgastische Erleben, den brasilianischen Candomblé oder die drogeninduzierte Ekstase vor Augen. Zudem spiegeln sie die Faszination von Jugendkulturen für Entgrenzungen, das ekstatische Potenzial des Tanzes und die kollektiven Ekstasen bei Sportereignissen wider. Mit der Licht- und Soundinstallation »Dream House« von La Monte Young und Marian Zazeela entsteht auf der gesamten dritten Ausstellungsetage ein außergewöhnlicher Erlebnisraum.

Von jeher gehen Menschen bewusst über physische und mentale Grenzen hinaus, um in einen anderen Bereich der Wahrnehmung zu gelangen. Eben darin ist die Ekstase für Künstler_innen von ungebrochenem Interesse. 71 internationale Künstler_innen thematisieren in ihren Werken das Bedürfnis nach Entgrenzung, darunter Marina Abramovic, Jean Benner, Gian Lorenzo Bernini, Louise Bourgeois, Günter Brus, Lovis Corinth, Salvador Dalí, Rineke Dijkstra, Otto Dix, Marlene Dumas, Dan Graham, Andreas Gursky, Ayrson Heráclito, Carsten Höller, Paul Klee, Paul Pfeiffer, Pablo Picasso, Aura Rosenberg, Egon Schiele, Jeremy Shaw, Franz von Stuck, Wolfgang Tillmans, Andy Warhol, La Monte Young, Francisco de Zurbarán u.v.m.