Aus Anlass des 100. Jahrestages der Novemberrevolution, in deren Zuge sich Deutschland von einem monarchistischen Obrigkeitsstaat zu einer parlamentarischen Demokratie wandelte, zeigt das Haus am Lützowplatz eine Ausstellung zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler. Die Auswahl der Werke erfolgte in enger Abstimmung mit den beteiligten Akteuren im Hinblick auf das historische Narrativ, das mit Grundwerten wie der Einführung des Frauenwahlrechts sowie der Kunst- und Pressefreiheit, aber auch mit dem gewaltsamen Konflikt  der deutschen Linken und dem späteren Versagen der ersten deutschen Republik verbunden ist.

Es geht bei dem Ausstellungsprojekt nicht um die Illustration von Geschichte, sondern um die Schaffung eines Resonanzraums zwischen Vergangenheit und Gegenwart, in dem sich die Besucherinnen und Besucher als kritische Zeitgenossen verorten. Die ästhetische Anverwandlung historischer Vorgänge erfolgt in der Ausstellung in den drei Kapiteln „Erfahrung“, „Reflektion“ und „Partizipation“.

Die Ausstellung findet statt im Rahmen des von den Kulturprojekten Berlin veranstalteten Themenwinters 100 Jahre Revolution – Berlin 1918/19.