Die Hochzeit – der große Traum. Für viele einer der wichtigsten Augenblicke im Leben. Geheiratet wird auf der ganzen Welt jeden Tag tausendfach. Doch ist die Hochzeit für jeden mit persönlichen Wünschen und Träumen verbunden. Wie sehen diese Träume aus? Wie werden sie geschaffen? Und wie haben sie sich über die Jahrzehnte und Jahrhunderte verändert? Die Ausstellung des Museums Europäischer Kulturen (MEK) richtet sich an alle, die anhand von historischer und aktueller Brautkleidung, Kunstwerken und brandneuen royalen Souvenirs in spannende Geschichten vom Heiraten eintauchen möchten.

Die Schau zeigt, wie eng unsere Träume verknüpft sind mit Traditionen, mit medialen Bildern, mit sozialen Erfahrungen und politischen Realitäten, mit Erwartungen anderer, aber auch mit individuellen Vorstellungen. Europäische Adelshäuser stehen dabei ebenso im Fokus wie „ganz normale“ Europäerinnen und Europäer unterschiedlicher kultureller, religiöser und sozialer Herkunft, sexueller Orientierung und verschiedenen Alters.

Besucherinnen und Besucher können entdecken, dass Kronen nicht nur adlige Häupter, sondern auch die Köpfe vieler Bräute schmückten. Sie können Brautmoden der letzten 150 Jahren bewundern und die Geschichte einzelner Roben erfahren – etwa die eines kostbaren Rokoko-Kleids der Familie Klucke aus dem ehemaligen schlesischen Hirschberg oder der Berliner Schneiderin Emma Schier, die ihr Brautkleid 1916 selbst entworfen und genäht hat. Sie können die Traumhochzeit von Ay?e und Fatihnacherleben, die 2016 in Bremen geheiratet haben. Sie erfahren, warum Charro aus den Niederlanden die Mutter seiner Kinder doch noch geheiratet hat, und was Männer über ihre Traumfrau sagen, wenn sie von der Fotografin Loredana Nemes im Brautkleid auf den Straßen europäischer Metropolen interviewt und um ein spontanes Hochzeitsfoto gebeten werden. Doch nicht jeder Hochzeitstraum geht in Erfüllung. Davon zeugen inder Ausstellung unter anderem das „Tränenkleid“ aus dem einstigen Königsberg oder ein Hochzeitsbaldachin aus der ehemaligen Synagoge in der Prinzregentenstraße in Berlin.

Träume sind immer auch emotionale Visionen der Zukunft. Damit haben sich Jugendliche des Oberstufenzentrums Bekleidung und Mode Berlin, die aus vielen Ländern der Welt kommen, beschäftigt und für das MEK aus ihren Visionen ein gemeinsames Traumbrautkleid entworfen.

Eine Kooperation mit der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum und dem Oberstufenzentrum Bekleidung und Mode Berlin.

Die Ausstellung wird unterstützt vom Verein der Freunde des Museums Europäischer Kulturen und vielen Privatpersonen mit ihren Hochzeitsträumen.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Verlag Seemann Henschel.


Öffnungszeiten:
Dienstag - Freitag: 10:00 - 17:00 Uhr
Samstag - Sonntag: 11:00 - 18:00 Uhr
Montag: geschlossen

Weitere Informationen direkt unter: smb.museum