2018 markiert das 100- und 50-jährige Jubiläum zweier bedeutsamer Daten: 1918 schlossen sich viele Künstler, die traumatisiert aus dem Ersten Weltkrieg zurückkehrten, zu revolutionären Vereinigungen zusammen. Im Jahr 1968 kulminierten weltweit Proteste gegen den Vietnamkrieg, gegen die Elterngeneration, gegen Repression und Denkschranken.

Dieser doppelte Jahrestag ist dem Lindenau-Museum Anlass für die Sonderausstellung „Die einzig revolutionäre Kraft. Kunst und Revolution 1918 und 1968“, die am Donnerstag, den 20.9.2018, um 18.30 Uhr eröffnet wird. Sie fragt nach dem beiden historischen Ereignissen innewohnenden revolutionären Potenzial von Kunst und stellt sich die Frage, wo diese entscheidende Kraft heute geblieben ist. In drei Räumen sehen die Besucher die Jahre 1918 und 1968 durch den Spiegel der Kunst, um sich schließlich in der Gegenwart wieder zu finden, wo angesichts vielfältiger globaler Krisen Kunst erneut als Möglichkeitsform des Widerstandes entdeckt wird.

Gezeigt werden u. a. Arbeiten von Conrad Felixmüller, Jonathan Meese, A. R. Penck, Klaus Staeck, Volker Stelzmann, Elisabeth Voigt, Peter Weiss, den Wiener Aktionisten und Joseph Beuys, der den Satz geprägt hat: „Die einzig revolutionäre Kraft ist die Kunst“.