Das Werk der in Berlin lebenden Künstlerin Rosa Barba (*1972) zeichnet sich durch ihre konzeptionelle Auseinandersetzung mit Film aus. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das Interesse an der Beziehung von Film, Raum und Betrachter. So spielen Komposition, Körperlichkeit von Form und Plastizität eine wichtige Rolle in der Wahrnehmung ihrer Arbeiten. Barbas Umgang mit Film ist skulptural: Durch die Dekonstruktion filmischer Elemente entstehen kinetische Objekte und Installationen im Raum. Dabei sind ihre Arbeiten zwischen experimenteller Dokumentation und fiktiver Erzählung angesiedelt und spielen in einer unbestimmten Zeit. Mit der Kamera als Zeicheninstrument erforscht Barba Orte und Situationen auf ihre formale Gestalt und auf historische Konnotationen und Spuren. Diese verwebt sie dann mit eigenen narrativen Ebenen zu Fiktionen, die neue Denkräume eröffnen.

Die Ausstellung wird vom Förderkreis für Gegenwartskunst im Kunstverein Bremen ermöglicht. Seit 1971 unterstützt der Förderkreis für Gegenwartskunst im Kunstverein in Bremen jedes Jahr eine Ausstellung zur Gegenwartskunst und setzt sich für Ankäufe ein. Die Reihe der Ausstellungen setzte stets Akzente: nach einer Gerhard Richter-Ausstellung 1973 folgten Präsentationen von u.a. Antoni Tàpies, Andy Warhol, Walter Stöhrer, Emil Schumacher, Georg Baselitz, Jerry Zeniuk, Isa Genzken, Anna und Bernhard Blume, Peter Campus, Jörg Sasse, Norbert Schwontkowski, William Kentridge, Marcel Odenbach, Sarah Morris, Andreas Slominski, Thomas Hirschhorn und Mary Reid Kelley.