Wer ist wann und wo alt? Kann man der „Herausforderung Alter” optimistisch begegnen? Und welche Potenziale schlummern im Älterwerden?

Die weltweite demografische Entwicklung prognostiziert eine Zunahme an älteren Menschen in der Bevölkerung. Das Älterwerden spielt also nicht nur für den Einzelnen eine wichtige Rolle, sondern hat Auswirkungen auf gesellschaftliche und kulturelle Prozesse. Doch jede Generation altert anders. Und ab wann kann man überhaupt von „Altsein” sprechen? Auch wenn es weltweit einheitliche biologisch sichtbare Alterungsprozesse gibt, so weist doch jede Kultur in der Bestimmung von „Alter” ihre Unterschiede auf. Eine allgemeingültige Definition der Lebensphase „Alter” gibt es nicht. Wer ist also wo wann alt?

In der Ausstellung nähern sich internationale Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Lyriker*innen aber auch jüngere und ältere Menschen dem Thema Alter(n) in Fotografien, Filmen, Literatur und Zeichnungen an. Mit seinem weltweiten Aufruf an alle, dass eigene Bild vom Altern einzureichen, die in einer Auswahl nun in der Ausstellung zu sehen sein werden, hat das Weltkulturen Museum ganz neue Wege beschritten. Zahlreiche Exponate aus der Sammlung sowie der Bibliothek des Weltkulturen Museums erweitern die Perspektiven auf die Thematik. Wie Bruchstücke einer Lebenserinnerung fügt die Ausstellung den individuellen Umgang mit Themen wie Lifestyle, Liebe und Sexualität, Weitergabe von Wissen, Langlebigkeit, Krankheit, Gesundheit und Tod zu einer Anthologie des Alterns zusammen und zeigt Möglichkeiten eines aktuellen und zukünftigen Umgangs mit der Lebensphase „Alter“ auf.

Kuratiert von Alice Pawlik (Kuratorin für Visuelle Anthropologie, Weltkulturen Museum)


Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag: 11:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch: 11:00 - 20:00 Uhr

Weitere Informationen direkt unter: www.weltkulturenmuseum.de