Wie kamen Anfang des 20. Jahrhunderts Ahnenfiguren von der Insel Nias vor Sumatra auf den europäischen Kunstmarkt? Weshalb konnte das Museum Anfang der 1940er Jahre in Paris und Amsterdam ‚günstige‘ Ankäufe machen? Handelt es sich bei einem Waffengurt aus Südafrika um Kriegsbeute?
Das sind nur einige Fragen, die bei der Auseinandersetzung mit der Sammlung des Weltkulturen Museums aufkommen. Bei vielen Objekten ist der Weg ins Museum unklar und der Erwerbskontext kaum dokumentiert. In der Ausstellung „GESAMMELT. GEKAUFT. GERAUBT?“ werden diese Fragen anhand von ausgewählten Fallbeispielen aus kolonialem und nationalsozialistischem Kontext beleuchtet. Die in der Ausstellung gezeigten Objektgeschichten machen deutlich, wie wichtig eine langfristige Auseinandersetzung mit der eigenen Sammlungsgeschichte ist. Gleichzeitig wird klar, dass man bei der Aufarbeitung der Erwerbsgeschichten bzw. ihrer Provenienzen oft an Grenzen stößt und dabei weitere offene Fragen entstehen.

Kuratiert von Julia Friedel und Vanessa von Gliszczynski.


Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag: 11:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch: 11:00 - 20:00 Uhr

Weitere Informationen direkt unter: www.weltkulturenmuseum.de

Perlenbesatz für Umhang, Herero, Namibia, Sammler Eugen Stuhlmann, 1904-1905, Sammlung Weltkulturen Museum. Foto: Wolfgang Günzel
16.08.2018 - 27.01.2019

GESAMMELT. GEKAUFT. GERAUBT? Fallbeispiele aus kolonialem und nationalsozialistischem Kontext

Weltkulturen Museum

Schaumainkai 29
60594 Frankfurt am Main