Die „Geburtsstunde“ der Fotografie 1839 hat die internationale Kunstwelt fasziniert und erschüttert zugleich. Nie zuvor war es möglich gewesen, Abbilder der Wirklichkeit so schnell und präzise zu gewinnen – und dies ganz ohne Pinsel oder Stift. Die Ausstellung erzählt die wechselvolle Geschichte von Malerei und Fotografie im 19. Jahrhundert, die geprägt ist von Konkurrenzangst, Experimentierfreude und Künstlerstolz.

Porträts und Aktdarstellungen, Orientbilder und Wolkenstudien, Architekturgemälde und Gedankenfotos setzen bedeutende Positionen von Malerei und Fotografie in Dialog. In rund 200 Exponaten sind Arbeiten hervorragender Maler wie Gustave Courbet und Alfred Sisley mit Werken fotografischer Pioniere wie Francis Frith und Julia Margaret Cameron vereint. Einen besonderen Akzent setzt die Ausstellung mit der Raum-Klang-Installation Tomorrow’s History von Takashi Arai (*1974), die die historischen Fototechniken neu interpretiert. Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Germanischen Nationalmuseum Nürnberg statt.