Von 1900 bis heute spiegeln sich die Epochen der Kunst und die Epochen der Stadt. Als Motive finden sich die Taunushöhen, der Kapellenberg, das Lorsbachtal, die Altstadt sowie Ansichten der heutigen Stadtteile.

Häufiges Motiv ist das Blaue Haus und sein weitläufiger Garten, welches die Malerin, Mäzenin, Sammlerin und spätere Kunsthändlerin Hanna Bekker vom Rath seit den 1920er Jahren bewohnte. Künstler wie Ludwig Meidner, Karl Schmidt-Rottluff, Ida Kerkovius und später auch Ernst Wilhelm Nay ließen sich von Haus und Garten inspirieren und setzten die Motive in verschiedenen Stilen und Techniken um.

Mit Gründung des Frankfurter Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath im Jahre 1947, erfuhren internationale und jüngere Künstler Aufnahme in Hofheim. Ev Grüger, Siegfried Reich an der Stolpe und Siegfried Shalom Sebba fanden in Hofheim eine neue Heimat.

1962 stellte die „Freie Gruppe Hofheim-Frankfurt“ erstmals gemeinsam aus. Die Gruppe bestand zu Anfang aus dem in Hofheim-Langenhain geborenen Karl Degener, Ursula Dittmann, Hermann Haindl, Marta Hoepffner, Siegfried Reich an der Stolpe und Friedel Schulz-Dehnhardt. Auch Hanna Bekker nahm die Einladung zur Teilnahme mehrmals an.

Die Ausstellung zeigt mehr als 100 Werke von 28 Künstlerinnen und Kunstlern. Die 25 Leihgeber der Ausstellung sind u. a. das Brücke-Museum Berlin, die Karl und Emy Schmidt-Rottluff Stiftung, die Kunstsammlungen Dresden, der Nachlass Hanna Bekker vom Rath sowie Privatsammlungen und Nachlässe in Ascona, Dresden, Forio/Ischia, Hofheim am Taunus, Gelsenkirchen, Köln, Stuttgart und Winterthur. Damit können eine größere Anzahl an Objekten an den Ort ihrer Entstehung und Motivwahl zurückkehren.

Karl Schmidt-Rottluff. Lorsbachtal, 1942, Nachlass Hanna Bekker vom Rath © VG Bild-Kunst, Bonn 2018
04.11.2018 - 03.03.2019

Malgründe - Hofheim als Motiv. Von Coppa bis Schmidt-Rottluff

Stadtmuseum Hofheim am Taunus

Burgstraße 11
65719 Hofheim am Taunus