Wie Richard Serra oder Carl Andre steht Erich Reusch für die internationale Skulptur der Nachkriegsmoderne. Sein besonderer Beitrag besteht im Entwurf dezentraler Skulpturenensembles. Die Ausstellung im Museum Schloss Moyland bietet einen Querschnitt durch das Werk von Reusch. Der Künstler hat sie als raumbezogene Installation – maßgeschneidert für das Museum Schloss Moyland – selbst zusammengestellt.

Reusch war schon immer technikaffin und suchte früh die Verbindung von Skulptur, Raum und modernster Technologie. Als einer der Ersten überhaupt entwickelte er Skulpturen und Installationen mit beweglichen und akustischenElementen. Zu den bekanntesten Werken gehören seine „elektrostatischen Objekte“: Kunstwerke aus Plexiglas und schwarzen Pigmentpartikeln, die auf die Bewegungen der Betrachter und die Raumbedingungen reagieren. Einige dieser Objekte sind in der Ausstellung zu sehen. Darüber hinaus wird auch eine Auswahl von plastischen und malerischen Arbeiten gezeigt.

Der heute 92 jährige Erich Reusch ist seit den 1950er Jahren als Architekt und Bildhauer, aber auch als Maler, Grafiker und Fotograf tätig. 1975 wurdeReusch Professor für „Integration Bildende Kunst und Architektur“ an derKunstakademie Düsseldorf. Reusch erhielt zahlreiche öffentliche Aufträge. In vielen Städten befinden sich Skulpturen und von ihm gestaltete Platzanlagen, wie z. B. der „Forumsbrunnen“ der Ruhr-Universität Bochum, die Neugestaltung des Ehrenmals für die Attentäter des 20. Juli 1944 im Bendlerblock in Berlin oder der Brunnen vor dem Innenministerium in Düsseldorf.

Die Ausstellung bildet eine logische Verbindung zu der zweiten Präsentation innerhalb von KUNST. BEWEGT. 14 mit Arbeiten von Erwin Heerich und Marianne Pohl.

07.10.2018 - 12.05.2019

Erich Reusch – OIE Auf den Spuren eines Pioniers

Museum Schloss Moyland

Am Schloss 4
47551 Bedburg-Hau