Editionen, Werke und Multiples zeigen die Aktivitäten des Künstlers während der politisch bewegten Zeit der 68er-Bewegung in der Bundes­republik. Der Austausch mit den US-amerikanischen Fluxus-Künstler_innen sowie Kooperationen mit Protagonist_innen der west-deutschen Kunstszene ge­raten dabei in den Brennpunkt. Politisch aufgeladenen Motive und Strategien im Kontext seiner Happenings sowie Arbeiten, die mit neuen Medien expe­ri­mentieren, bilden den Kern der Ausstellung, welcher von zahl­rei­chen Dokumenten ergänzt wird.  
Vostells Selbstverständnis im Zuge der gesellschaftlichen und künstlerischen Entwick­lungen spiegelt sich in den gezeigten Arbeiten. Durch seinerzeit inno­vative ästhetische Strategien wie Serialität, Prozessbezogenheit und neue technische Möglichkeiten formulierte er im avantgardistischen Habitus seiner Zeit die Kritik am konventionellen Kunstbetrieb. Er erweist sich somit als Zeit­zeuge gesellschaftlicher Umbrüche, der an einer Erweiterung des Kunstbegriffes mitarbeitete.


Die Eröffnung findet am Donnerstag, dem 8. November um 18:00 Uhr statt.
Grußwort: Heinrich Liman, Museumsstiftung Liman 
Einführung: Dr. Philipp John, Kurator museum FLUXUS+