Ausgehend vom Bauhaus und der Bauhausbühne als interdisziplinärem Laboratorium für Licht- und Bewegungsexperimente untersucht die Ausstellung die Interaktionen zwischen den ehemaligen Bauhaus-Künstlern und -Künstlerinnen und amerikanischen Kunstschaffenden. Im Fokus stehen die vielfältigen Auseinandersetzungen mit Licht und Bewegung. Von Licht- und kinetischer Kunst über den Experimentalfilm bis hin zur Tanz- und Performancekunst gibt die Ausstellung einen Überblick über die weitreichenden Einflüsse dieser Experimente. Bereits in den 1950er Jahren wirkten die Ideen von Amerika auf die europäische Kunst – beispielsweise von ZERO oder Fluxus – zurück. Die Ausstellung konzentriert sich deshalb nicht nur auf Positionen des Bauhauses und seiner amerikanischen Nachfolgeinstitutionen, sondern schlägt den Bogen von den 1920er Jahren bis zur zeitgenössischen Kunst.

Leihgaben aus bedeutenden, internationalen Museen, wie dem J. Paul Getty Museum in Los Angeles, dem Centre Pompidou in Paris, der Tate in London und vielen mehr, ermöglichen einen Einblick in das experimentelle Schaffen so unterschiedlicher Künstlerinnen und Künstler wie Josef und Anni Albers, Barbara Morgan, John Cage, Lucinda Childs, László Moholy-Nagy, Robert Rauschenberg, Xanti Schawinsky, Julian Stanczak und James Turrell sowie Marcel Dzama, Barbara Kasten und Daria Martin.

Ein Highlight der Ausstellung ist die Gegenüberstellung des berühmten „Licht-Raum- Modulators“ von László Moholy-Nagy mit der Apparatur für die „Farbenlichtspiele“ von Ludwig Hirschfeld-Mack, die seit langer Zeit wieder zusammen in Deutschland zu sehen sind. Das LWL-Museum für Kunst und Kultur reaktiviert diese Lichtspielapparaturen und ermöglicht damit eine einmalige Licht-Raum-Erfahrung. Die Leihgaben wurden mit großzügiger Unterstützung der Stiftung kunst3, dem Stifterkreis des Museums, und den Freunden des Museums für Kunst und Kultur e.V. ermöglicht. Täglich 11 und 16 Uhr besteht die Möglichkeit Moholy-Nagys „Raum-Licht-Modulator“ für 15 Minuten in Aktion zu erleben.

Der interdisziplinäre Anspruch des Bauhauses wird durch die Kooperation mit dem TanzTheaterMünster aufgegriffen, das mit „Unknown Territories“ einen sparten- übergreifenden Abend konzipiert. Darüber hinaus entwickeln die Choreografen Issac Spencer und Matthias Markstein speziell für zwei Orte im Museumsfoyer eine Tanzperformance mit dem Titel „MESH“, die an acht Terminen im Museum aufgeführt wird (9./10.11., 29./30.12., 2./3.2., 9./10.3.).


Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag (Feiertage): 10:00 - 18:00 Uhr
Am zweiten Freitag im Monat: 10:00 - 22:00 Uhr
Montag: geschlossen

Weihnachten:
24.12. und 25.12. geschlossen, 26.12. geöffnet.

Silvester und Neujahr:
31.12. geschlossen, 01.01. geöffnet

Weitere Informationen direkt unter: lwl.org/LWL/Kultur/museumkunstkultur

Die Arbeiten von Johanna Reich sind im zweiten Raum der Ausstellung "Bauhaus und Amerika" zu sehen © Foto: LWL/Judith Frey
09.11.2018 - 10.03.2019

Bauhaus und Amerika. Experimente in Licht und Bewegung

LWL-Museum für Kunst und Kultur

Domplatz 10
48143 Münster