Angelika Tübke (geb. 1935 in Dessau) absolvierte ihre Schulzeit in Wolfen. Mit dem Ziel Buchillustratorin zu werden, kam sie 1954 an die Hochschule für Grafik und Buchkunst nach Leipzig. Malen war in den 1950er Jahren noch ein Tabu, es wurde ausschließlich gezeichnet oder Druckgrafik produziert, bis zum Diplom 1959. Zuerst Stillleben, dann ganze Figur, Bildnis, später Akt, thematische Landschaften und Landschaften, in dieser Reihenfolge.  1982 verließ sie Leipzig und siedelte sich in Dalliendorf in Mecklenburg-Vorpommern an.

Dalliendorf ist ein kleiner Ort mit etwas mehr als 100 Einwohnern. Hier fand Angelika Tübke die Ruhe, die sie für ihre detailreichen in der Technik der Alten Meister hergestellten Kunstwerke benötigt. Inspirationen bezieht sie aus der Natur und den Menschen aus ihrer unmittelbaren Umgebung.

In der Landschaft bezieht sie sich auf Vorbilder wie Corot, Turner und Constable genauso, wie auf die in Mecklenburg geborenen Künstler Caspar David Friedrich und Philipp Otto Runge. In der Bildniskunst sind zuallererst die Brüder van Eyck sowie Hans Memling zu nennen, ferner Dürer, Cranach und Holbein.

Die Ausstellung im Museum der bildenden Künste Leipzig zeigt rund 60 Zeichnungen, Aquarelle und Gemälde. Die frühesten Werke stammen aus Tübkes Zeit an der HGB Leipzig und die rezentesten Schöpfungen sind nur wenige Jahre alt.