Image Bank war ein Begriff, der 1979 von Michael Morris und Vincent Trasov zur Beschreibung und Definition eines Künstler*innen-Netzwerkes geprägt wurde. Zu Beginn der 1970er Jahre gab es in Kanada einen großen Bedarf an persönlicher, direkter Interaktion und Kommunikation zwischen Künstler*innen im Land selber und darüber hinaus. Um das Netzwerk aufzubauen, nutzten Morris und Trasov das herkömmliche Postsystem und versandten regelmäßig Bildanfragen in Form listenartiger Register an Künstler*innen und Freund*innen. Dieser Austausch wurde bald um Veröffentlichungsverzeichnisse und Veranstaltungs–Kollaborationen ausgeweitet, die Künstler*innen miteinander vernetzen sollten. Die Möglichkeiten, die diese Art des Dialogs bot, sind lediglich durch die Imagination begrenzt und lassen Parallelen zu den kommunikativen Potentialen späterer Entwicklungen wie E-Mail und Internet ziehen. Die Ausstellung ist die erste Überblicksschau zu dem Kollektiv, das von 1970–1977 agierte.

Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit der Belkin Art Gallery, Vancouver produziert.

Titel- und Laufzeitenänderungen vorbehalten.