Aus Papier, Fäden und Holz schafft Zipora Rafaelov (geb. 1954) fragile Arbeiten von hoher ästhetischer Qualität, bei denen die Grenzen zur Materialität verschwimmen. Die Künstlerin entwickelt ihre Arbeiten aus der Zeichnung heraus. Durch das Zusammenspiel von Schatten, Licht und Raum überführt sie die Zeichnung auf unterschiedliche Weise, aber in dennoch unverkennbarer Handschrift ins Dreidimensionale. So erscheinen ihre Papierschnitte fast schwebend, wie komplexe Gespinste hauchzarter, verflochtener Linien. Die Figuren sind vornehmlich starke, selbstbewusste und geheimnisvolle weibliche Akte, die wie Archetypen daherkommen, zugleich aber auch Züge der Künstlerin in sich tragen. Zipora Rafaelov hat am Institut der Schönen Künste in Bat-Yam, Israel und an der Kunstakademie Düsseldorf studiert.