Wilhelm Lehmbruck gilt als der einzige deutsche Bildhauer, der zu seinen Lebzeiten bedeutende internationale Anerkennung bekommen hat. In einer Studioausstellung im Lehmbruck-Flügel zeigt das Lehmbruck Museum anlässlich des 100. Todestages Lehmbrucks und parallel zur großen Sonderausstellung „Schönheit. Lehmbruck & Rodin. Meister der Moderne“ Einblicke in seine private und künstlerische Biografie. 

Lehmbrucks Wohn- und Arbeitsorten folgend zeigt die Ausstellung Frühwerke, historische Fotos und Dokumente. Den Ausgangspunkt bildet sein Geburtsort Meiderich, wo er 1881 als viertes von acht Kindern von Johann Wilhelm und Margareta Lehmbruck geboren wurde. Lehmbrucks künstlerisches Talent wurde von seinem Zeichenlehrer erkannt, gefördert und mit einer Empfehlung für die Düsseldorfer Kunstgewerbeschule honoriert. Es folgte das Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie. Nach einer Italienreise zieht er 1906 ganz nach Düsseldorf, löst sich 1907 aber von der Akademie und eröffnet ein eigenes Atelier. Der Umzug nach Paris 1910 öffnete ihm einen ganz neuen Blick auf die aktuelle Kunst und den Kontakt zu wichtigen Kollegen und er bekommt 1914 eine erste Einzelausstellung in der Galerie Levesque. 1914 verlagert Lehmbruck seinen Lebensmittelpunkt nach Berlin und lernt dort u.a. Max Liebermann kennen. Nach den Vorbereitungen für eine Einzelausstellung in der Mannheimer Kunsthalle kehrte Lehmbruck nicht nach Berlin zurück, sondern wählte Zürichals neuen Ort für seine künstlerische Arbeit.

Diesen Stationen folgt die Ausstellung mit historischen Fotos, selten gezeigten Werken aus der Frühphase des Künstlers, wie auch mit Texten und Zitaten. Einen vertiefenden Zugang wird eine Leseecke mit Publikationen zum Werk und zur Biographie Lehmbrucks ermöglichen.

Wilhelm Lehmbruck mit der "Badenden"
23.03. - 08.09.2019

Wilhelm Lehmbruck: Zur Person

Lehmbruck Museum

Düsseldorfer Str. 51
47051 Duisburg