U-Bahnhöfe 1953–1994 in der Dauerausstellung der Berlinischen Galerie

Sachlich-schlichte Eleganz, knallig bunter Pop und historisierende Kathedralarchitektur: Die zwischen 1953 und 1994 entstandenen Berliner U-Bahnhöfe prägen mit ihrer unverwechselbaren, der Nachkriegs- und Postmoderne verhafteten Gestaltung bis heute die tägliche Lebenswelt der Berliner*innen. Zunächst von tiefgreifender Umgestaltung bedroht, stehen heute dank des Einsatzes einer jungen Generation von Wissenschaftler*innen, Fotograf*innen und Filmschaffenden 27 von 82 dieser unterirdischen Bauwerke unter Denkmalschutz.

Die Berlinische Galerie nimmt dies zum Anlass, erstmals Einblicke in Konzepte und Entstehungsgeschichten ausgewählter U-Bahnhofarchitekturen zu geben. Vor dem Hintergrund der geteilten Stadt und der 1949 gegründeten beiden deutschen Staaten zeigen etwa die Beispiele der Bahnhöfe Tierpark, Schloßstraße und Rathaus Spandau, wie sich die Sonderrolle Berlins als Schauplatz eines anhaltenden Ost-West-Konflikts auch auf deren Gestaltung auswirkte. Als Teil der Sammlungspräsentation verdeutlichen ausgewählte Exponate die entstandene formale Vielfalt der Berliner U-Bahnarchitektur und ihr Potential als kulturelle Identifikationsorte.

Architekt*innen und Fotograf*innen: Chris M. Forsyth (*1995), Bruno Grimmek (1902–1969), Rainer G. Rümmler (1929–2004), Ralf Schüler (1930–2011) und Ursulina Schüler-Witte (*1933)

Wissenschaftliche Beratung: Ralf Liptau, Verena Pfeiffer-Kloss und Frank Schmitz (Initiative Kerberos)

Ausstellung in Kooperation mit: Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Historisches Archiv der BVG, Initiative Kerberos, Landesarchiv Berlin, Landesdenkmalamt Berlin, Deutsches Technikmuseum Berlin. Sie wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Im Rahmen der Ausstellung findet vom 20.–23.02.2019 die internationale Tagung „Underground Architecture Revisited“ in der Berlinischen Galerie statt. Nähere Informationen auf der Webseite des Landesdenkmalamts Berlin: www.berlin.de/landesdenkmalamt/