Das Picasso-Museum zeigt mit der Ausstellung die private Kollektion eines westfälischen Sammlers. Die Schau ist als kulturelle und künstlerische Crossover-Präsentation mit Kunstwerken aus unterschiedlichen Epochen und Regionen konzipiert. Von europäischen Künstlern der Klassischen Moderne wie Le Corbusier, Georges Braque und Pablo Picasso reicht die Werkauswahl bis hin zu afrikanischer Kunst aus Mali, Kamerun und Gabun, deren geometrische Stilisierung sogar die Kubisten des 20. Jahrhunderts inspirierte.

Gleichzeitig werden hochkarätige Khmer-Skulpturen aus dem 12. Jahrhundert in Dialog zu Werken von Mark Tobey gestellt, der als Vertreter des Abstrakten Expressionismus in Amerika stark von fernöstlicher Philosophie beeinflusst war.

Einen weiteren Schwerpunkt bilden zeitgenössische in Deutschland lebende Künstler wie Tony Cragg, Carsten Gliese, Christoph Worringer und Milo Köpp. Aber auch der 2016 verstorbene kinetische Künstler Günter Haese ist vertreten, der neben Max Beckmann, Josef Albers oder Mies van der Rohe zu einer kleinen Riege deutscher Künstler gehörte, denen das Museum of Modern Art in New York in den Nachkriegsjahren eine Einzelausstellung widmete.

Die Werkauswahl spiegelt auch das Leben des Sammlers für und mit der Kunst wider. Von Angkor Wat und Bamako über New York und Paris führte es ihn bis nach Münster. Für den Ausstellungsbesucher entfaltet der Mix aus bekanntem und neu zu Entdeckendem ein sinnliches Fest für die Augen.

Hari-Hara Kopf, Prä-Angkor Periode, 7. Jhd., Privatsammlung
02.02. - 28.04.2019

Ein Fest für die Augen – Eine Privatsammlung

Kunstmuseum Pablo Picasso

Picassoplatz 1
48143 Münster