Die Ausstellung Food for the Eyes bei C/O Berlin blickt auf die vielfältige Geschichte des Essens in der Fotografie. Nahrungsmittel sind für uns lebensnotwendig. Sie zählen zu den täglichen Grundbedürfnissen des Menschen. Sie wecken die Sinne und betreffen das private und öffentliche Leben gleichermaßen. Essen spielt allerdings auch für unsere Rituale, Religionen und Feiern eine entscheidende Rolle. Im Essen spiegeln sich unsere Wünsche und Fantasien wider. Als allzeit verfügbares und alltägliches Sujet wurde und wird Essen vielfach dargestellt. Food Photography kann – ebenso wie das Essen selbst – grundlegende Fragen zu unterschiedlichsten Themen aufwerfen: Familie, Tradition, häusliches Leben, Wohlstand, Armut, Gender, Rasse, Ekel, Vergnügen oder Konsum.

Mit Werken aus Bildender Kunst über Mode, Fotojournalismus bis hin zur Werbung bietet die Schau einen umfangreichen Überblick über die Darstellung von Essen in der Fotografie der letzten zwei Jahrhunderte. Das „Stillleben“ gehört dabei zu den anhaltenden künstlerischen Traditionen und wichtigsten Motiven. Auf welche Weise sind Künstler*innen dem ursprünglichen malerischen Genre gefolgt? Wie hat die Malerei dieFood Photography inspiriert? Oder wie haben zeitgenössische Fotograf*innen diese untergraben? Und welche Veränderungen und Formen haben sich im Laufe der Zeit entwickelt? „Around the Table“ blickt auf das Ritual und Gemeinschaftsgefühl, welches sich entfaltet, wenn Essen geteilt wird sowie die Werte und kulturelle Identität, die sich in Bildern von Essen widerspiegeln. „Playing With Your Food“ zeigt mittels vielfältiger Ausdrucksweisen, wie in der Kombination von Humor und dem Spiel mit Essen Werke entstehen, die unser Leben und unsere Zeit beleuchten.

Food for the Eyes . Die Geschichte des Essens in der Fotografie zeigt eine Vielzahl an Werken bekannter Künstler*innen wie Nobuyoshi Araki, Peter Fischli und David Weiss, Nan Goldin, Rinko Kawauchi, Laura Letinsky, Martin Parr, Irving Penn, Martha Rosler, Cindy Sherman, Stephen Shore und Wolfgang Tillmans. Die Ausstellung, kuratiert von Susan Bright und Denise Wolff, wird organisiert von der Aperture Foundation, New York und entsteht in Zusammenarbeit mit C/O Berlin.

Unbekannter Fotograf, Weight Watchers Recipe Cards, 1974
08.06. - 08.09.2019

Food for the Eyes. Die Geschichte des Essens in der Fotografie

C/O Berlin Foundation

Hardenbergstrasse 22-24
10623 Berlin