2019 feiert das Sprengel Museum den 100. Geburtstag der Entstehung von Kurt Schwitters' Merzkunst mit einer neuen Sammlungspräsentation. Sie umfasst über 150 Exponate aus seinem gattungsüberschrei­tenden Schaffen und darüber hinaus Werke seiner internationalen Weggefährten wie Theo van Doesburg, Hans Arp und El Lissitzky. Die Merzkunst basiert auf dem Prinzip des Wertens und des In-Beziehung-Setzens von Materialen und Medien aller Art. Die Bilder, Texte und Töne der Ausstellung verdeutlichen, dass Merz für größtmögliche Vorbehaltlosigkeit und künstlerische Freiheit in der Wahl der Ausdrucksmittel steht.

Die Darbietung der Werke ist konzeptuell eng verbunden mit Schwitters' crossmedialer Reihe „Merz", die zwischen 1923 und 1932 in Hannover erschien und die Merzkunst in Europa und den USA bekannt machte. Die Ausstellung stellt die neue Hybrid-Edition in digitaler und gedruckter Form vor, die in Koope­ration mit der Bergischen Universität Wuppertal und dem Trier Center for Digital Humanities entstand und die Reihe „Merz " vollständig in all ihren strukturellen und gestalterischen Besonderheiten interdisziplinär erforscht und umfassend aufbereitet.