Diese Ausstellung geht den faszinierenden Stationen eines der führenden Wegbereiter der Moderne nach: Adolf Hölzel, geboren 1853 in Olmütz. Anfangs schuf er Figurenbilder und Landschaften und erreichte auch aufgrund der von ihm gegründeten Malerschule in Dachau große Anerkennung. Ab 1905 wandelt sich seine Kunst und beinhaltet nun ein langsames, stets didaktisch und theoretisch untermauertes Herangehen an die Abstraktion - zu deren eigentlichen Begründern er zählt.

In der Ausstellung sollen sowohl die einzelnen Schritte wie auch die erstaunliche künstlerische Vielfalt seines Gesamtwerks deutlich werden. Dazu zählen sowohl Pastelle und Ölbilder als auch die bisher als bloße  Morgen- und Fingerübungen bezeichneten Tuschzeichnungen. Hölzel weicht in Bild-Text-Blockvarianten zudem auf die Schrift als intellektuelles Zusatzmedium aus.

Ausgewählt für unser Vorhaben wurden 100 Arbeiten aus dem Besitz der Hölzel Stiftung, Stuttgart und aus den bedeutendsten alten Privatsammlungen zu Hölzel. Bei vielen Werken kommt es deshalb zu einer Erstpräsentation für die Öffentlichkeit. Ein Katalog mit Expertenbeiträgen und ein abwechslungsreiches Begleitprogramm bereichern die Ausstellung.

Adolf Hölzel: Farbkomposition Holzfäller, um 1925, Pastell, 31,4 x 42,1 cm, Privatbesitz Foto: Privatbesitz
03.02. - 01.05.2019

Farbharmonie als Ziel. Adolf Hölzel auf dem Weg zum Ungegenständlichen

Museum Georg Schäfer

Brückenstraße 20
97421 Schweinfurt