Gegenwärtig wird die Forderung nach mehr Parität der Geschlechter sowie nach mehr gesellschaftlicher Teilhabe von bisher ausgeschlossenen gesellschaftlichen Gruppen lauter. Beide Aspekte sind in der Gründung der Kunsthochschule »CalArts « angelegt, die 1970 von Walt Disney ins Leben gerufen wurde. Mit seinem heute legendären Lehrstuhl »Post Studio« hat der Künstler John Baldessari eine veränderte Vorstellung von Kunst initiiert, die sich aus dem Atelier hinaus in den Alltag bewegt. Darüber hinaus sind mit dem »Feminist Art Program« von Judy Chicago und Miriam Schapiro Künstlerinnen und weibliche Lebenserfahrung in den Fokus gerückt. Es sind die Anfänge der Konzeptkunst, Institutionskritik und des Feminismus. Die Ausstellung präsentiert neben Werken von damals Lehrenden und Studierenden (u.a. Michael Asher, John Baldessari, Judy Chicago, Douglas Huebler, Suzanne Lacy) auch Lehrmethoden und Zeitzeugenberichte. Als großes Forschungsprojekt angelegt entsteht die Ausstellung in Zusammenarbeit mit Philipp Kaiser (Freier Kurator, Los Angeles), Annette Jael Lehmann (Freie Universität, Berlin) und metaLAB (Harvard University). Ermöglicht wird das Vorhaben durch die Förderung der Kulturstiftung des Bundes, die VolkswagenStiftung und die Stiftung Niedersachsen.