Das Museum Art.Plus in Donaueschingen zeigt vom 31. März bis 23. Juni 2019 in seinem 2-RAUM Arbeiten des Hüfinger Künstlers Emil Kiess (*1930). Der in Trossingen geborene Maler prägt seit den 1950er-Jahren ganz wesentlich das Kunstgeschehen im deutschen Südwesten. Schon in jungen Jahren erhielt er zahlreiche Kunstpreise und Stipendien, beispielsweise 1960 für die Deutsche Akademie Villa Massimo in Rom. Seit seinen Studien an der Bernsteinschule in Sulz am Neckar und der Stuttgarter Akademie, u.a. bei HAP Grieshaber und Willi Baumeister, widmet er sich mit unermüdlicher Leidenschaft dem Thema Farbe. ?Farbmalerei ? das heißt, die in den Farben innewohnenden Kräfte freizusetzen, sie ihre Intensität, ihre Ausdehnung und ihre Bewegung finden zu lassen?, so der Künstler. Diesem Ziel eifert er bis heute nach. Mal reduziert, mal vor Farbe geradezu sprühend, erschafft Kiess beeindruckende Gemälde von größter Tiefenwirkung und magischer Anziehungskraft. Dabei lässt er sich nicht auf einen bestimmten Stil festlegen und behauptete stets eine von äußeren Einflüssen unbeeindruckte künstlerische Position. Konkrete, abstrakte und gegenständliche Schaffensphasen wechseln sich ab, existieren parallel oder gehen ineinander über. Ausgehend von der wegweisenden Arbeit ?Schwarz will blühen? von 1956, für die Emil Kiess seinerzeit mit dem renommierten Kunstpreis ?junger westen? der Stadt Recklinghausen ausgezeichnet wurde, zeigt die Ausstellung einen vielfältigen Querschnitt abstrakter Arbeiten bis in jüngste Zeit. Einige davon entstehen eigens für die Schau im Museum Art.Plus. Der Schwerpunkt liegt auf Kiess? Auseinandersetzung mit der Farbe Schwarz. Mal Hintergrund leuchtender Farbflecken, mal Akzent in bunten Farbteppichen, ist das Schwarz in den gezeigten Arbeiten stets von bildprägender Wirkung. Darunter sind neben teils großformatigen Malereien auch dreidimensionale Objekte.