Johann Wolfgang von Goethe schätzte Andrea Mantegna als herausragenden Künstler der italienischen Renaissance. Seiner Meinung nach kamen die Bedeutung und die Eigentümlichkeit Mantegnas besonderseindrücklich in dessen monumentalem Gemäldezyklus „Der Triumphzug Cäsars“ zum Tragen.

Drei der insgesamt neun Bilder, die sich seit 1631 im Besitz des englischen Königshauses befinden, werden in der Ausstellung „Mantegna und Bellini. Meister der Renaissance“ in der Gemäldegalerie gezeigt. Goethe kannte diese Gemälde jedoch nicht im Original. Seine ausführliche Betrachtung und Einordnung des „Triumphzugs“ stützt sich daher hauptsächlich auf die Chiaroscuro-Holzschnitte, die Andrea Andreani im letzten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts in Mantua nach der Bilderserie Mantegnas angefertigt hatte. Goethe besaß selbst Abzüge dieser Holzschnitte.

Auch das Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin verwahrt besonders schöne Exemplare der zartfarbigen Drucke, die es in dieser Kabinettausstellung in der Gemäldegalerie präsentiert. So kann im kleinen Format Mantegnas „Triumphzug Cäsars“ in seiner Gesamtheit und auch anhand von Goethes Beschreibungen nachvollzogen werden.


Öffnungszeiten:
Dienstag, Mittwoch, Freitag: 10:00 - 18:00 Uhr
Donnerstag: 10:00 - 20:00 Uhr
Samstag - Sonntag: 11:00 - 18:00 Uhr
Montag: geschlossen

Weitere Informationen direkt unter: smb.museum

Andrea Andreani, Die Elefanten: Der Triumphzug Caesars V, 1598/99, © Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Dietmar Katz
26.02. - 30.06.2019

Mantegna und Goethe: Der „Triumphzug Cäsars“ aus Weimarer Sicht

Gemäldegalerie

Matthäikirchplatz
10785 Berlin