Anhand von Plastiken, Keramiken und Grafiken wird veranschaulicht, wie sich Gerhard Marcks' und Marguerite Friedlaenders am Bauhaus begründete einzigartige Künstlerfreundschaft in Halle festigt und in ihrem Werk spiegelt. Die Keramikerin Marguerite Friedlaender war eine der ersten Schülerinnen des Bildhauers Gerhard Marcks in der Dornburger Keramikwerkstatt. Als das Bauhaus Weimar 1925 verließ, um in Dessau neu zu beginnen, gehörten die beiden zu jenen Künstlern, die sich dem von Gropius propagierten neuen Kurs der Einheit von Kunst und Technik verweigerten. Sie verteidigten die essenzielle Rolle des Handwerks und die individuelle Position des Künstlers gegen die alles beherrschende Auseinandersetzung mit der industriellen Produktion. Das hinderte Marguerite Friedlaender aber nicht daran, mit der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM), die ein einfaches, aber formal ansprechendes Gebrauchsgeschirr anbieten wollte, erfolgreich zu kooperieren. In der kurzen Zeitspanne zwischen 1929 und 1931 entwickelte Friedlaender verschiedene Services und Vasen, die heute zu den Inkunabeln des modernen Designs gehören. 

14.03. - 11.08.2019

"Wir machen nach Halle". Marguerite Friedlaender und Gerhard Marcks

Gerhard-Marcks-Haus

Am Wall 208
28195 Bremen