Schiffscontainer vor der Kunsthalle - AStA-Zukunftscampus wird Teil des "Experiments Zukunft"
Wie werden wir in 50 oder 100 Jahren studieren?

Studierende sind die größte Statusgruppe innerhalb der Universität Rostock. Aus dem Stadtbild sind sie nicht wegzudenken und sie bringen sich prägend in die Belange der Stadtgesellschaft ein. Im Rahmen der großen Art & Science-Ausstellung zum 600. Universitätsjubiläum haben sich Studierende mit der Fragestellung auseinandergesetzt, wie junge Menschen in 50 oder 100 Jahren studieren werden. Rostocker Studierende werden dazu ihre eigenen Ideen und Zukunftsvisionen präsentieren. Dafür dockt der wissenschaftliche Nachwuchs mit drei Schiffscontainern an das "Experiment Zukunft" an. Morgen früh werden die "Zusatzräume" vor der Kunsthalle Rostock aufgebaut. Am Sonnabend öffnet die Schau auf 2.000 Quadratmetern in der Kunsthalle. 
"Mehr als 13.000 junge Frauen und Männer studieren und leben in Rostock. Sie sind identitätsstiftend für eine weltoffene, tolerante und spannende Stadt. Da geht es auch um die Frage, wie können wir unsere Stadt als Studienort noch attraktiver und fit für die Herausforderungen der Zukunft machen", betonte Kunsthallenleiter Jörg-Uwe Neumann, der das Projekt gemeinsam mit dem AStA initiiert hat.

Brauchen wir überhaupt noch Hörsäle?
Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) als Vertretung der Studierendenschaft hat Vorstellungen und auch explizite Fragestellungen entwickelt, wie das studentische Leben in einigen Jahrzehnten in Rostock aussehen könnte und zum Mitmachen aufgerufen. "Wir wollen in mehreren Gedankenspielen einer ungefähren Vision, vielleicht Utopie, auf den Grund gehen", so die beiden AStA-Projektleiter Johanna Treppmann und David Willer."Was passiert, wenn die Mietpreise immer weiter ansteigen? Wie kann das Wohnheim der Zukunft aussehen? Wie wird sich die Uni verändern? Werden Räume der Lehre bald überflüssig, weil per Videokonferenz und Lehre-on-Demand studiert wird? Und was passiert außerhalb der Hörsäle? Was isst der Studierende der Zukunft in der Mensa oder Molekularküche? Wie könnte das städtische Kulturangebot aussehen, das sich Studierende für die Zukunft wünschen?" Studierende haben in kreativen Einsendungen die Uni, den Campus und die Mensa neu gedacht und entworfen. Diese Überlegungen sollen im Containeranbau präsentiert und diskutiert werden. 

Die von RostDocks zur Verfügung gestellten Schiffscontainer sind ganz bewusst als "Hülle" für den Zukunftscampus gewählt worden. "Studentisches Wohnen in einer Art Containersiedlung aus zu Wohnungen umgebauten Schiffscontainern ist aktuell in vielen europäischen Städten umgesetzt worden. Sie lösen das zeitliche und räumliche Problem von Wohnungsneubauten für Wohnheime. Beispiele lassen sich unter anderem in Berlin oder im dänischen Aarhus finden", erläuterten Treppmann und Willer. Unterstützt wird der AStA-Zukunftscampus von der Landeskampagne "Studieren mit Meerwert" und vom Jubiläumsbüro der Hanse- und Universitätsstadt Rostock.

23.03. - 27.04.2019

Experiment Zukunft

Kunsthalle Rostock

Hamburger Straße 40
18069 Rostock