Schon immer war Baden-Baden ein Ort, an dem die, gerade wieder so aktuelle, deutsch- französische Freundschaft aktiv gelebt und praktiziert wurde. Hier fanden die Friedensverhandlungen zwischen beiden Ländern nach dem 2. Weltkrieg statt. Hier war eine zentrale Schaltstelle der französischen Besatzungspolitik und ihres Anspruchs, durch Kultur und Kunst zur Versöhnung beizutragen. Hier fand auch Frieder Burda in der direkten Nähe zum Nachbarland und dem von dort inspirierten Savoir Vivre den besten Ausgangspunkt, seiner Liebe zu Frankreich Ausdruck zu verleihen.

Das 15-jährige Bestehen des Museum Frieder Burda bietet daher die beste Gelegenheit, diese gelebte Freundschaft zu feiern. Als frankophiler Kunstsammler pflegte Frieder Burda lange sehr freundschaftliche Beziehungen zum Centre Pompidou, in dessen Ankaufskommission er als erster und einziger Deutscher vertreten war. Mit der Ausstellung ENSEMBLE zeigt das Centre Pompidou nun erstmalig in diesem Umfang nach vielen Jahren wieder Teile seines Bestandes im Dialog mit der Sammlung eines anderen Museums.

Kuratiert vonBrigitte Leal, der stellvertretenden Direktorin des Centre Pompidou, und mit hochkarätigen Leihgaben aus Paris, initiiert Ensemble ein Zusammenspiel zwischen den Sammlungen beider Häuser. Dabei entwickelt die Ausstellung einen komplexen Dialog zwischen deutschen und französischen Positionen: Der Bogen reicht von Pierre Bonnard, Pablo Picasso und Marc Chagall bis zu den großen deutschen Meistern der letzten Dekaden wie Georg Baselitz, Sigmar Polke, Gerhard Richter und Anselm Kiefer.