In Zusammenarbeit mit dem Musée Granet in Aix-en-Provence und dem Museum La Piscine – Musée d’art et d’industrie André Diligent in Roubaix zeigt das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster die Tendenzen der nicht figürlichen Kunst in Frankreich. Präsentiert werden rund 100 Gemälde einer Schweizer Privatsammlung, ergänzt um Exponate aus französischen und Schweizer Museen.

Die ausgestellten Werke überspannen einen Zeitraum von vier Jahrzehnten ab den 1950er Jahren. Gezeigt werden Gemälde von fünf Künstlern und einer Künstlerin. Kubismus und Surrealismus prägten maßgeblich diese Maler, die sich erstmals im Jahr 1941 zu einer Ausstellung zusammenfanden. Es handelt sich nicht um eine Künstlergemeinschaft im eigentlichen Sinne, sondern um eine freundschaftlich verbundene Gruppe schöpferischer Individualisten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg beschritten die präsentierten Künstler den Weg in die Gegenstandslosigkeit. Etiketten wie „Zweite École de Paris“ oder „abstrakte Landschaftsmalerei“ wurden dieser Kunst verliehen, wobei diese Vokabeln ihrer Vielgestaltigkeit kaum gerecht werden, denn die gegenstandslose Welt hat unzählig viele Gesichter.

Es gilt, die Malerei der französischen Avantgarde nach dem Zweiten Weltkrieg wieder zu entdecken, denn der abstrakte Expressionismus amerikanischer Prägung hat sie mehrheitlich in den Museen der Welt verdrängt. Münster ist die einzige deutsche Station dieser Präsentation von internationalem Zuschnitt.

Jean Bazaine, Chant de l'aube II, 1985, Öl auf Leinwand, (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019
11.05. - 29.09.2019

Durch das Licht – Abstraktion in Frankreich. Von Bazaine bis Singier.

Kunstmuseum Pablo Picasso

Picassoplatz 1
48143 Münster