Bereits seit zehn Jahren bietet das Institut für Stadtgeschichte Frankfurter Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit, ihre Werke in musealem Rahmen öffentlich zu präsentieren. In den Foyers des Karmeliterklosters zeigt nun Gerd Winter vom 26. Februar 2019 bis zum 16. Februar 2020 eine repräsentative Auswahl seines Schaffens aus den Jahren 2005 bis 2017.

Der 1951 in Groß-Gerau geborene Künstler verbindet in seiner Farbfeldmalerei gestische Abstraktion mit meditativer Stille. Auf der Suche nach Schönheit, ästhetischer Form und letztendlich nach Wahrhaftigkeit bedeutet ihm die Präsenz der Farbe immer auch die Gegenwart eines großen Geheimnisses. So öffnen sich seine Bilder zu weiten Ausblicken als Fenster zur geistigen Welt.

Prozessualität und Zeitlichkeit spielen dabei im künstlerischen Schaffen Gerd Winters eine wesentliche Rolle. Schicht um Schicht werden auf Holz oder Leinwand solange Farbfelder aufgetragen, freigelegt oder neu überdeckt, bis nicht nur die gewünschte Textur der Bildfläche, sondern auch eine Ausgewogenheit der Bildkomposition erreicht ist, wobei es zu einem spannungsvollen Zusammenspiel zwischen Farbflächen und ornamentalen sowie linearen Strukturen kommt.

Seine Arbeiten stellten Galerien aus Frankfurt am Main, Darmstadt, Kassel und Luxemburg sowie internationale Kunstmessen aus.