Seit 2018 werden jährlich zwei Stipendien an in Istanbul lebende Künstler_innen vergeben. Mit dem Stipendium sollen die Beziehungen zwischen den Partnerstädten Berlin und Istanbul und die Verbindungen zur türkischen Kunstszene weiter gestärkt werden.
Die Präsentation im nGbK-Ausstellungsraum ermöglicht einen Einblick in die künstlerisch-forschende Arbeit der Stipendiatinnen Evrim Kavcar und Yasemin Özcan.

Der Schwerpunkt von Evrim Kavcars künstlerischem Schaffen liegt auf der Erforschung von Leerstellen als eine Möglichkeit, Zugang zum Gedächtnis von gewaltsam verloren gegangenen Objekten zu erhalten. Die von Kavcar gezeigten Werke sind im Rahmen ihres Aufenthaltes in Berlin entstanden und befassen sich mit der Beziehung zwischen einerseits individuellen und persönlichen, und andererseits sozialen und kollektiven Erinnerungen. Die Künstlerin arbeitet situationsspezifisch und materialsensibel mit Performances, Skulpturen und Zeichnungen an der Schnittstelle zwischen Politik und Poetik.

Yasemin Özcan beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit Identität, Kulturpolitik, Gender, Esoterik und Psychologie. Dabei verwendet sie verschiedene Medien, darunter Fotografie, Video, Sound, Publikationen und Keramik. Seit 1990 verfolgt Özcan einen autoethnografischen Ansatz, indem sie persönliche Erfahrungen analysiert, um kulturelle Gegebenheiten verständlich zu machen.

 

Das Stipendium der Senatsverwaltung für Kultur und Europa wird im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Kunstverein neue Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK), dem ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik in Berlin und dem DEPO in Istanbul ermöglicht.

30.03. - 05.04.2019

Istanbul-Berlin Stipendiatinnen 2018/19: Evrim Kavcar und Yasemin Özcan

neue Gesellschaft für bildende Kunst

Oranienstr. 25
10999 Berlin