Wie lässt sich über 50 Jahre in der nGbK produziertes institutionelles und aktivistisches Wissen mit Blick auf aktuelle Diskurse lesen und wie lässt sich diese mitunter auch ambivalente Ressource für die Gegenwart aktivieren? Eine Ausstellung und ein Diskursprogramm nähern sich der Aufgabe, das Selbstverständnis der nGbK auf seine Leerstellen hin zu befragen. 

Für die Ausstellung sind Özlem Alt?n, Alice Creischer/Andreas Siekmann und Aykan Safo?lu eingeladen, sich mit der Materialität des nGbK-Archivs auseinanderzusetzen. In ihren künstlerischen Arbeiten untersuchen sie die in der nGbK-Geschichte eingeschriebenen Ein- und Ausschlüsse und entwickeln alternative Lesarten. 

Im Diskursprogramm treffen ehemalige und gegenwärtige Aktivist_innen, Wissenschaftler_innen und Kulturschaffende aufeinander und unterziehen den gesellschaftspolitischen Anspruch der nGbK einer Prüfung: Ausgehend von spezifischen Projekten diskutieren sie über politische Allianzen/Solidaritäten im Kulturbereich, das Verhältnis von Kunst und Arbeit, Funktionalisierung und Begehren. In dieser Auseinandersetzung werden gemeinsam kuratorische Handlungsstrategien entwickelt. 

nGbK-Projektgruppe: Christian Hanussek, Ulrike Jordan, Hannah Kruse, Vincent Schier, Olga von Schubert, Eylem Sengezer, Anna Voswinckel