Die Winter/Frühling-Saison (von Januar bis Mai) findet im Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand Duc Jean ihre Fortsetzung mit der bisher bedeutendsten Retrospektive der Malerei von Jutta Koether (*1958, Köln). Die Ausstellung Tour de Madame, die in Zusammenarbeit mit dem Münchner Museum Brandhorst entstand und dort zuerst gezeigt wurde, wurde von der Zeitschrift Artforum als eine der zehn besten Ausstellungen des Jahres genannt. Sie präsentiert Arbeiten der Künstlerin aus vier Jahrzehnten und versammelt mehr als sechzig zwischen 1983 und 2018 realisierte Gemälde, von denen einige bisher nur selten zu sehen waren.

Die Ausstellung im Mudam, die in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin entstand, gliedert sich in drei Teile. Die Westgalerie bietet einen retrospektiven Blick auf 45 Gemälde aus der Zeit von 1983 bis 2016, die, in einer salonartigen Hängung präsentiert, sowohl an das Kabinett eines Kunstliebhabers erinnern, als auch an die erste Retrospektive von Pablo Picasso 1932 in Paris. Das im Titel der Ausstellung erwähnte Werk Tour de Madame ist eine Reihe von 15 eigens hierfür realisierten Bildern, die in der Ostgalerie zu sehen sind. Im Pavillon präsentiert Jutta Koether ihr kreatives Universum in Form einer dynamischen audio-visuellen Installation.

Die Ausstellung unterstreicht die historische Bedeutung von Koethers Werk als eines gegenläufigen zummeist männlich dominierten Kanon der Moderne und der Postmoderne, wie auch ihre Vorstellung von der zeitgenössischen Malerei als eingebunden in ein Geflecht aus sozialen, kulturellen und historischen Bezügen.

Im Rahmen der Ausstellung erscheint ein gemeinsam mit dem Museum Brandhorst herausgegebener Katalog, der einen Überblick über ihr Werk seit 1983 gibt. Neben den Vorworten der beiden Direktoren der Institutionen, Achim Hochdörfer und Suzanne Cotter, versammelt er einige unveröffentlichte Essais sowie einen ausführlichen Bildteil. Daneben gibt es im Museum ein ausführliches Begleitprogramm zur Ausstellung mit Führungen, Projektionen und Vorträgen, insbesondere mit Jenny Nachtigall, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie der Bildenden Künste München und Ewa Lajer-Burcharth, Kunsthistorikerin an der Harvard University.


Biografie:
Jutta Koether, 1958 in Köln geboren, lebt und arbeitet in Berlin und in New York. Ihre Arbeit wurde in jüngerer Zeit an Orten wie dem Museum Brandhorst in München (2018) gezeigt, dem Praxes Center for Contemporary Art in Berlin (2013), dem Arnolfini in Bristol (2013), dem Dundee Contemporary Arts in Dundee (2013), dem Moderna Museet in Stockholm (2011) oder dem Van Abbemuseum in Eindhoven (2009). Ihre Werke werden in bedeutenden Sammlungen internationaler Museen gezeigt, wie dem Whitney Museum of American Art in New York, dem MoMA in New York, dem MOCA in Los Angeles, der Nationalgalerie in Berlin, dem Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris, dem Art Institute in Chicago und dem Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean.


Öffnungszeiten:
Mittwoch - Freitag: 11:00 - 20:00 Uhr
Samstag - Montag (Feiertage): 11:00 - 18:00 Uhr
Dienstag sowie am 25.12. : geschlossen 

Weitere Informationen direkt unter: mudam.lu

Jutta Koether Starry Night II, 1988 Courtesy the artist and Galerie Buchholz, Cologne/Berlin/New York © Jutta Koether
16.02. - 12.05.2019

Jutta Koether: Tour de Madame

Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean

3, Park Dräi Eechelen
L-1499 Luxembourg-Kirchberg