1938 in Düsseldorf geboren, studierte Barbara Staudt-Boidol 1959-64 an der Akademie der Bildenden Künste bei Prof. Ernst Greitlinger. Ab 1964 lehrte sie an Gymnasien Kunsterziehung und zog 2002 nach ihrer Pensionierung von Offenbach nach Aschaffenburg. Sie war ein treues Mitglied des Neuen Kunstvereins Aschaffenburg. Dennoch war sie nur Wenigen hier als Schöpferin von zarten, poetischen Collagen bekannt, die sowohl abstrakt und materialbezogen, als auch sehr von Landscha und Natur inspiriert sind.

In den achtziger Jahren gewann sie einen Wettbewerb für eine große Wandgestaltung im Arbeitsamt Friedberg/ Hessen. Letztmalig in einer größeren Ausstellung war sie 2013/14 vertreten, in „Ausdruck von Freiheit – Ernst Greitlinger und Schüler“ in Fürstenfeldbruck.

Als sie nach langer Krankheit im August 2018 verstarb, erhielten nach ihrem Wunsch die Museen der Stadt Aschaffenburg eine Reihe von „Materialbildern“ als Schenkung, die wir für diese kleine Retrospektive ausleihen konnten. Es gilt, diese wunderbare Malerin neu zu entdecken.